Aikido

Auskunft und Anmeldung: Wolfgang Keppeler: 02233/36674 oder info@budo-sv-weiden.de.

Trainingszeiten TrainerOrt
Montag20:15 bis 21:45Wolfgang KeppelerGymnastikhalle
Donnerstag20:15 bis 21:45Wolfgang KeppelerGymnastikhalle
Trainer Wolfgang Keppeler

Wolfgang Keppeler Übungsleiter F – Lizenz

Der Begründer des Aikido, wie wir es heute kennen, ist der Japaner Morihei Uyeshiba. Morihei Uyeshiba wurde am 14. Dezember 1883 in Tanabe, einem kleinen Städtchen bei Osaka, geboren. In seiner Jugend beschäftigte er sich mit allen Kriegskünsten und war ein Experte in verschiedenen Formen des Schwertkampfes sowie im Judo und Ju Jitsu. Entscheidend war für ihn die Begegnung mit der Verteidigungskunst des Daitoryu-Aiki-ju-jutsu im Jahre 1910. Diese damals der Öffentlichkeit noch nicht zugängliche Verteidigungskunst, die über Jahrhunderte hinweg nur innerhalb eines ausgewählten Personenkreises von Generation zu Generation weitervererbt worden war, erlernte Uyeshiba in der Abgeschiedenheit des ländlichen dojos von Meister Sokaku Takeda auf Hokkaido. Aus den Elementen des Daitoryu-Aiki-ju-jutsu, des Schwertkampfes und des Judo formte Morihei Uyeshiba dann das Aikido.

Morihei Uyeshiba starb am 26. April 1969 im Alter von 86 Jahren. Bis kurz vor seinem Tod hatte er noch Aikido praktiziert und unterrichtet. Diese Arbeit wird seither von seinem Sohn Kisshomaru Uyeshiba fortgesetzt, der gegenwärtig das Hombu Dojo, die Zentralee des Aikido-Weltbundes in Tokyo, leitet. Viele der damaligen Schüler von Meister Uyeshiba unterrichten heute in allen Teilen der Welt und sind das lebendige Vermächtnis des Aikido-Begründers. Aikido ist außerhalb Japans erst nach dem Zweiten Weltkrieg bekannt geworden. Da das Aikido darauf verzichtet hat, den Weg des Wettkampfsports zu gehen wie andere Budo-Arten, hat es sich den Charakter einer anspruchsvollen Kampfkunst weitgehend erhalten können. Dies steht zwar einer weiten Verbreitung entgegen, spricht aber Menschen an, die mehr suchen als nur eine effektive Form der Selbstverteidigung.

Die Wurzeln des Aikidô liegen in der Kampfkunsttradition der Daitôryû. Diese Tradition wurde von Shinra Saburo Minamoto no Yoshimitsu [1045-1127] begründet. Er baute dabei auf Tegoi auf, einer archaischen Kampfkunst die von den beiden Gottheiten Takemikazuchinokami und Takeminakatanokami überliefert wurde. Tegoi ist auch die Grundlage von Sumo.

Marcel Görgens mit Wolfgang Keppeler

Marcel Görgen mit Wolfgang Keppeler

Nach langen Jahren der Kriegserfahrung zog er sich in den Onjôji Tempel zurück. Dort legte er nach mehrjähriger Praxis des tantrischen Buddhismus die Prinzipien der Daitôryû fest. Der Name ergab sich aus dem Namen seines früheren Schlosses, und bedeutet soviel wie “Großer Osten”.

Minamotos Nachfolger trugen die Tradition nach Kai, der heutigen Provinz Yamanashi. Dort wurde sie im Hause Takeda weitergepflegt. Nach der Niederlage von Takeda Shingen 1573 fand Kunitsugu, ein entfernter Verwandter Shingens, seinen Weg nach Aizu. Er erhielt einen Beraterposten unter dem dortigen Fürsten Hoshina Masayuki [1611-1673].

In Aizu wurde die Kunst der Daitôryû bis in das späte 18. Jahrhundert als Selbstverteidigungsmethode für hochrangige Samurai und Edelfrauen gelehrt.

Saigô Tanomo [1830-1903] war ein Berater der Fürsten von Aizu. Er gilt in Japan als berühmter und für seine Zeit ausgesprochen aufgeschlossener Scholar. Seinem Rang entsprechend war er auch ein Meister von Oshikiuchi, wie die Techniken der Daitôryû damals genannt wurden.

Aizu, im Norden der Hauptinsel Honshû gelegen, verstand sich immer als Hort der Samuraitradition. In einem letzten Aufbäumen gegen die Modernisierung unter der Meiji Regierung unterstützten die Gefolgsleute von Aizu die Satsuma Rebellion. Sie wurden vernichtend geschlagen. Tanomo selbst wurde gefangengenommen, aber aufgrund seiner Berühmtheit als Gelehrter begnadigt. Er lebte fortan als Shintô Priester im Tsutsukowake Schrein in Fukushima.

Saigô Tanomo ist es zu verdanken, daß die Geheimnisse der Daitôryû nicht für immer verloren gegangen sind. Er gab sie an zwei Personen weiter: An Saigô Shirô, seinen Adoptivsohn, und an Takeda Sôkaku, dem Sohn des Aizu Gefolgsmannes Takeda Sôkichi.